Kalziphylaxie: Was ist neu 2016?

Die Kalziphylaxie (kalzifizierende urämische Arteriolopathie, Englisch: calcific uremic arteriolopathy, CUA) ist eine anerkannte seltene Erkrankung, die zumeist bei erwachsenen chronischen Dialysepatienten (meist Hämodialyse, seltener Peritonealdialyse) auftritt. Die Kalziphylaxie ist diagnostisch und therapeutisch immer noch eine Herausforderung und betroffene Patienten sollten in einem interdisziplinären Team und gegebenenfalls in einem spezialisierten Zentrum betreut werden. Charakteristisch sind im Initialstadium stark schmerzhafte, oberflächliche Missempfindungen mit Livedo-artigen Hautveränderungen. Diese werden oft von einer derben Induration der Haut begleitet, die in tiefe, unregelmäßig begrenzte Ulcera übergehen kann. Die Prognose der Kalziphylaxie ist von einer deutlichen Einschränkung der Lebensqualität sowie einer hohen Morbidität und Mortalität gekennzeichnet. Die Ätiologie der Erkrankung ist nur teilweise aufgeklärt. In der Therapie fehlen bisher evidenzbasierte Standards. Registerstudien wie das frühere Deutsche, jetzt Europäische Kalziphylaxieregister „EuCalNet“ (www.calciphylaxis.net) können helfen, Risikofaktoren aufzudecken, Expertenwissen auszutauschen, lokale Behandlungszentren zu identifizieren und zumindest eine „good clinical practice“ zu definieren. Aus einem solchen Behandlungsstandard lassen sich in einem nächsten Schritt dann Therapiestudien ableiten. Im Folgenden möchten wir mit Ihnen als Schwerpunkt praxisrelevante „hot topics“ aus dem Jahr 2016 rund um die Kalziphylaxie diskutieren.


Den vollständigen Artikel finden Sie hier zum Download!